Info-Veranstaltung: Wie kann ich mich vor Haus- und Wohnungseinbrüchen schützen?

von J. Boos

Vor dem Weihnachtsfest 2012 waren vermehrt Wohnungseinbrüche in Bilderstöckchen zu beklagen. Das unerschrockene Vorgehen der Einbrecher entsetzte nicht nur die Betroffenen. Viele Bürger fragten sich, wie kann ich mich gegen solche Eingriffe in meine Privatsphäre schützen?

Schnelle  Hilfe war von Nöten. Darum hatte der Bürgerverein Bilderstöckchen kurzfristig am 12.12.2012 zu einer Podiums- und Informationsveranstaltung in die Hauptschule Reutlinger Straße eingeladen.

Unter der Moderation eines Vorstandsmitglieds, informierte Polizeioberkommissar Eiling und Polizeihauptkommissar Münchhoff von  der Polizeiinspektion V ( Köln – Nippes ).

Die beiden Bezirksbeamten machten bei ihrer Vorstellung deutlich, für welchen Bereich in Bilderstöckchen sie zuständig sind. Während Herr Eiling für die südliche Stadtteilhälfte bis zum Schiefersburger Weg zuständig ist, betreut Herr Münchoff den Norden, einschließlich des Gewerbegebiets in Richtung Longerich.

Viele der zahlreich anwesenden Bürger beschäftigte die Frage, warum in Bilderstöckchen häufig eingebrochen wird. Bilderstöckchen unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen Stadtteilen, wenngleich die Einbruchsrate hier etwas höher liegt, so die Antwort der für Bilderstöckchen zuständigen Beamten. Dieses liegt unter anderem an der Anonymität in einigen Häusern und den beiden nahe liegenden Autobahnanbindungen. Hier ist ein schneller Fluchtweg gegeben.


Ein Drittel aller Einbruchsversuche scheitert. Nicht eingerechnet sind diese, bei denen Einbrecher es wegen vorhandener Sicherungen, also vorhandener Präventivmaßnahmen erst gar nicht versucht haben.


Die Masche der Einbrecher sei oftmals die selbe, berichteten die Polizisten. Viele stehlen Fahrzeuge in Belgien oder Frankreich und dringen damit gezielt z. B. in Köln ein. Achten Sie darum besonders auf Fahrzeuge mit fremdem Kennzeichen in Ihrer Straße, lautete der Rat von Polizeihauptkommissar Münchoff. 75 % unserer Einbrecher sind derzeit Südosteuropäer, fügte sein Kollege Eiling hinzu.


Zum Thema vorbeugende Einbruchsicherung führten die Beamten aus, es gebe immer noch viele Bauten, mit veralteten Haus- oder Wohnungstüren, die keine Einbruchssicherheit böten und in 20 Sekunden zu knacken sind. Das gilt ebenso für viele Fenster und Balkon- oder Terrassentüren. Bei den Wohnungs- oder Haustüren sind oft die Schließbleche nicht im Mauerwerk verankert, sondern nur an dem mit wenigen Schrauben befestigten Blendrahmen der Türen. An den Fenstern und z. B. Balkontüren sind die noch vielfältig vorhanden Falzrollen Ursache dafür, dass die Einbrecher zum Aufhebeln nur einen Schraubenzieher brauchen. Pilzkopfbeschläge erschweren die Arbeit der Einbrecher erheblich. Brecheisen verwenden Einbrecher ungerne, denn solche Werkzeuge sind erschwert unauffällig am Mann zu tragen.


Es gibt einige, sehr gute Sicherheitsbeschläge für Fenster, Türen und Gitterroste über Kellerlichtschächte, erläuterten die Bezirkspolizisten. Lassen Sie sich hierzu von unserem Präventionskommissariat oder durch einen anerkannten und autorisierten Fachmann beraten. Nicht selten ist auch Ihr Vermieter bereit einen Teil der Nachrüstkosten zu tragen. 

Schließen Sie auch eine Hausratsversicherung ab, so der Rat der Polizisten, denn die monatlichen Kosten für eine normale Wohnung, sind nicht teurer als eine Schachtel Zigaretten. Machen Sie auch von Ihren Wertsachen Fotoaufnahmen und legen Sie die Einkaufsquittungen den Bildern bei. Diese Dokumente helfen der Polizei bei der Identifizierung von beschlagnahmtem Diebesgut und Ihnen bei der Schadenmeldung gegenüber Ihrer Versicherung.

Zum Abschluss der Veranstaltung fassten die Bezirkskommissare noch mal einige Tipps, die zur Sicherheit der Bürger beitragen können, zusammen:

•    Lassen Sie Ihre Fenster nicht auf Kipp stehen.
•    Schließen Sie Fenster und Türen richtig ab. Auch dann, wenn Sie nur für einen Moment weggehen.
      Das ist auch aus versicherungsrechtlichen Gründen wichtig.
•    Lassen Sie, wenn Sie in den Urlaub fahren oder für nur wenige Tage nicht im Haus sind, nicht Ihre
      Rollläden herunter. Bitten Sie einen Nachbarn Ihres Vertrauens Ihre Rollladen zu öffnen und zu
      schließen.
•    Kaufen Sie sich Zeitschaltuhren, an denen Sie Lichtquellen und auch Ihren Fernseher anschließen.
•    Nutzen Sie Ihre Gegensprechanlage, wenn es bei Ihnen schellt. Fragen Sie den Besucher nach dem
      Grund seines Begehrens. Wenn Sie ihm Einlass gewähren, beobachten Sie, wo er hingeht.
•    Verweigern Sie Hausierern grundsätzlich den Zugang.
•    Sprechen Sie Fremde im Hausflur an, wohin sie wollen.
•    Schreiben Sie sich Autokennzeichen und möglichst Fahrzeugmarke und Fahrzeugart auf, wenn Sie
      Fahrzeuge offensichtlich ziellos umher fahren sehen. Die Anzahl der Insassen und ihr Aussehen hilft der
      Polizei ungemein. Melden Sie Ihre Beobachtung der Polizei.
      Eine Meldung über den Notruf ist kein Missbrauch, wie landläufig immer wieder behauptet wird.
•    Melden Sie auch auffällige Geräusche. Gehen Sie diesen aber niemals selber nach.
      Überlassen Sie das der Polizei.

Nicht zuletzt war es den Polizisten Eiling und Münchhoff ein großes Anliegen darauf hinzuweisen, den Kontakt zu Ihren Nachbarn zu pflegen. Gegenseitige Hilfe hat schon so manchen Lichtscheuen von seiner Tat abgehalten.

Die Besucher unserer Veranstaltung waren sich einig, die vielen Informationen, die uns die Polizei gegeben hat, weiterzugeben. Nach zweieinhalb Stunden Information und leidlichem Erfahrungsaustausch der Teilnehmer, wurden die Polizeibeamten mit viel Applaus verabschiedet.

Der Bürgerverein Bilderstöckchen e. V. bittet alle Leser: Weisen Sie Ihre Verwandten, Freunde, Bekannte und Nachbarn auf das hier Gelesene hin.  Prüfen Sie Ihre Fenster, Türen und Lichtschächte auf Sicherheit. Nur so hat der Einbrecher immer weniger Chancen.

Der Buchsbaumzünsler „geht um“ in Bilderstöckchen!

(von J. Boos)

Der Bürgerverein Bilderstöckchen e.V. wurde durch die Familien Tschierschky und Körner, von der Bürgerinitiative "wir-wollen-mitreden", auf den Eindringling aus Ostasien aufmerksam gemacht.

Wir sind der Sache nachgegangen und suchten die Hechinger- und Reutlinger Straße auf, um Ihnen ein Bild von dem gnadenlosen Fresser zu machen und Sie zu informieren.

Bei der Begehung traf ich Frau M. Hossainpoor. Gleich zeigte sie mir das Ausmaß der Schäden, verursacht durch den Buchsbaumzünsler. Sie konnte berichten: „Ein Zünsler frisst täglich 45 Blätter pro Tag. Wenn er einmal die Rinde des Buchsbaums angegriffen hat, dann ist es um den Buchsbaum geschehen.“  Darum hat ihr Nachbar zwei seiner teuren Pflanzen bereits ausgegraben und entsorgen müssen.

Die beiden (o. g.) Familien haben auf einen wertvollen Bericht aus der Servicezeit im WDR, aus 2012, hingewiesen. Er dauert 5 Minuten und ist sehr aufschlussreich für alle Zünsler – Leidensgenossen.

Wir wünschen allen Zünsler - Betroffenen viel Erfolg bei der Bekämpfung und hoffen Ihnen eine brauchbare Information gegeben zu haben.

Ihr Bürgerverein Bilderstöckchen

Hier der Link zur Sendung.

Bitte den Link mit rechter Maustaste anklicken und auf "In neuem Tab öffnen" klicken. So kommen Sie sehr einfach wieder zu den Seiten des Bürgervereins zurück.

http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2012/kw22/0531/01_buchsbaumschaedling.jsp

Hinweis: Der Link ist leider nicht mehr verfügbar. Hierzu schreibt der WDR: "Ein großer Teil an gelöschten Seiten ist auf die Bestimmungen des 12. Rundfunkänderungsstaatvertrags zurückzuführen. Dieses Gesetz, das seit dem 1.6.2009 in Kraft ist, schreibt uns unter anderem vor, unsere Inhalte nur noch zeitlich begrenzt anzubieten und sie danach ganz aus dem Netz zu nehmen. In diesen Fällen erhalten Sie also eine Fehlerseite."

Hier noch ein paar Bilder aus der Hechinger Straße: